Yoga im Sommer – wie richtig üben?


Der Sommer steht laut der chinesischen Medzin für die Zeit des Feuers (Agni) und ist die Zeit der Lebensfreude!

Rückbeugen wie Virabhadrasana- der Krieger I oder Matsyasana -der Fisch, die das Herz öffnen, lassen uns mehr auf unser Bauchgefühl hören und tägliche Anforderungen mit mehr Leichtigkeit erledigen. Die Praxis soll Spaß machen und auch mit einer inneren, spielerischen Leichtigkeit durchgeführt werden.

Vorsicht ist jedoch bei extremer Hitze geboten:
Wenn es sehr heiß ist, haben viele vor allem mit dem Kreislauf zu kämpfen. Rückbeugen (ausser Maytsyasana) und Sonnengrüße sollten in diesem Fall weggelassen werden, weil sie das Feuer zusätzlich noch mehr aufheizen und uns so in der Hitze noch mehr austrocknen lassen und den Kreislauf belasten. Achte jetzt lieber auf ausgleichende Übungen, kühlende Vorbeugen wie Paschimottanasana (Vorbeuge im Sitzen) oder Uttanasana (Vorbeuge im Stehen), Balasana (Kindshaltung). Auch Umkehrhaltungen wie gestützer Schulterstand und sanfte Hüftöffner wie Happy Baby oder Baddha Konasana (Schmetterling) sind geeignet. Lass die dynamischen Sonnengrüße in diesem Fall weg und übe wirklich achtsam und ohne Leistungsdruck!

Besonders hilfreich können kühlende Atemübungen sein, wie Shitali (Zungenroller). Hierzu öffnest du den Mund und formst die Zunge wie ein Röhrchen, durch den du dann langsam und ruhig einatmest. Werde Dir dabei der kühlen Luft bewusst. Schließ dann den Mund und atme tief durch die Nase wieder aus. Wenn du die Zunge nicht wie ein Röhrchen rollen kannst, ist es alternativ möglich die Zungenspitze gegen den Gaumen hinter den Schneidezähnen zu drücken und so durch den Mund einzuatmen. So wird warme Luft über die feuchtkühle Oberfläche der Zunge gelenkt und dadurch spürbar kälter. Die kühle Luft wird dann im Körper verteilt und schafft an der Stelle im Körper einen Ausgleich, wo er zuviel an Hitze entwickelt hat.

Und nicht vergessen, – viel Wasser oder Tee trinken- am besten sehr kalte oder heiße Getränke vermeiden!